Die Lehre eines Wahnsinnigen? – Predigtreihe Antithesen (Mt 5,21-48)

Khirbet Qumran, Israel<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-toggenburg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>8</div><div class='bid' style='display:none;'>907</div><div class='usr' style='display:none;'>8</div>

In den sogenannten "Antithesen" der Bergpredigt (Mt 5,21-48) nimmt Jesus Meinungen aus der jüdischen Glaubensüberlieferung auf, kritisiert sie und stellt diesen seine eigenen, verschäften These entgegen. So radikal, dass man, will man sich im Leben daran halten, eigentlich nur scheitern kann und auf Gottes Liebe und Gnade hoffen muss. Oder haben uns diese Worte doch mehr zu sagen, als unser eigenes Fehlverhalten vor Augen zu führen?
Fabian Kuhn,
Das Strafrecht weiss es sehr genau. Jemanden zu ermorden gibt zwischen 10 und 25 Jahren Gefängnis. Jemanden so zu beschimpfen, so dass seine Ehre verletzt wird, bis zu 90 Tagessätzen Geldstrafe. Und irgendwie entspricht dies auch unserem Empfinden: Das Leben eines Menschen zu beenden, ist eine viel grössere Straftat, als jemanden zu beleidigen.
In der Bergpredigt sieht Jesus das allerdings ganz anders. Mord und Beleidigung, dies sind seiner Meinung nach beides gleich gravierende Fehlverhalten (Mt 5,21-26). Auch Ehebruch und jemanden begehrend anzuschauen, setzt Jesus gleich (Mt 5,27-32). Dazu verbietet Jesus seinen Anhängern zu schwören (Mt 5,33-37), gegen das Böse Widerstand zu leisten (Mt 5,38-42) und fordert sie auf ihre Feinde zu lieben (Mt 5,43-48).
Das klingt wie die Lehre eines Wahnsinnigen. Doch genau in diesen unverständlichen, schwierigen Worten liegt der absolute Kern der Worte Jesu. Ein Kern, in dem nicht weniger steckt als ein komplettes Neukonzept für den Umgang von uns Menschen miteinander. In einer Predigtreihe in Lütisburg möchten wir auf diese schwierigen Worte von Jesus schauen und erkennen, warum die Radikalität in der Botschaft von Jesus so wichtig ist: Für mich, für uns und für alle Menschen auf der Welt.

» Sonntag, 30.04.2017: Gott ist anders! - 1. Mord ist nicht schlimmer als Streit. (Mt 5,21-26)
» Sonntag, 07.05.2017: Gott ist anders! - 2. Wir sind doch alle Ehebrecher! (Mt 5,27-32)
» Sonntag, 28.05.2017: Gott ist anders! - 3. Eh Mann, ich schwör im Fall! (Mt 5,33-37)
» Pfingstmontag, 05.06.2017: Gott ist anders! - 4. Christen im Abendland! Wehrt euch! (Mt 5,38-42)
» Sonntag, 11.06.2017: Gott ist anders! - 5. Gefallen im Kampf oder unschuldig umgebracht? - Egal, denn danach sind beide gleich tot! (Mt 5,43-48)