Fauré: Requiem - 4. November 2018: Kirchenchorkonzert Lütisburg

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Im diesjährigen Kirchenchorkonzert des evang. Kirchenchores Lütisburg erklingt am 4. November 2018 um 19:30 Uhr das Requiem von Gabriel Fauré in der kath. Kirche "St. Michael" in Lütisburg. Ein weiteres Mal wird der Kirchenchor Lütisburg, welcher von Felipe Cattapan geleitet wird, dabei von einem hochkarätigen Orchester aus zwanzig Berufsmusikern aus der Schweiz, Deutschland und Österreich unterstützt. Zwischen den einzelnen Sätzen des Requiems lesen Claudia Menzi und Fabian Kuhn Worte aus der Bibel und Gedanken, die sich um die Frage nach einem würdigen und friedlichen Sterben in der Gegenwart drehen.
Fabian Kuhn,
zum Werk
Das Vertonung der Worte der Totenmesse (Requiem, op.48) durch Gabriel Fauré (1845-1924) ist über einen längeren Zeitrahmen entstanden, während dessen Fauré immer wieder an seinem Werk gearbeitet hat. Faurés Komposition unterscheidet sich sowohl musikalisch als auch inhaltlich von anderen Vertonungen der Totenmesse. So verzichtet Fauré auf die Vertonung des Endgerichts («Dies Irae»). Nicht zufällig ist auch die Wahl des Hymnus «In Paradisum» als Abschluss des Werkes. Diese beiden Eigenheiten und die friedvolle Komposition des Requiems an sich illustrieren Faurés Haltung zu Tod und Sterben: Kein schmerzliches Erlebnis, sondern willkommene Befreiung.

zu den Ausführenden
Der evangelische Kirchenchor Lütisburg wurde 1892 gegründet und gestaltet das geistliche Leben in der Kirchgemeinde Unteres Toggenburg massgeblich mit. Sein Repertoire reicht von frühbarocker geistlicher Musik bis hin zu gegenwärtigem volkstümlichen Gesang. Seit 2011 steht der Chor unter der Leitung des brasilianischen Dirigenten Felipe Cattapan, welcher u.a. an de Hochschüle der Künste in Bern lehrt.
Begleitet wird der Kirchenchor von 20 Berufsmusikern und Vokalsolisten aus der Schweiz, Deutschland und Österreich. Nichtwenige davon begleiten den Kirchenchor Lütisburg schon seit Jahren bei dessen Auftritten.

zu den Gedanken
Die Worte der Totenmesse sind heute weitestgehend selbständig geworden. Ihren Ursprung aber haben sie in biblischen Texten. Im Gegensatz zu den zu Grunde liegenden Bibeltexten sind die Texte der Totenmesse auch von Angst und Furcht gezeichnet. Fauré versuchte mittels kompositorischer Entscheide, diese Fehlinterpretationen zu korrigieren. In diesem Sinne werden zwischen den einzelnen Sätzen des Requiems biblische Gedanken zur Sprache kommen, welche die Haltung Faurés mittragen und uns heute, gerade auch im Angesicht des Todes, Zuversicht schenken.

weitere Informationen
» Kirchenchorkonzert 2018 / 4. November, 19:30 Uhr / kath. Kirche "St. Michael", Lütisburg