Kirchgemeindereise nach Irland

Milly Malone in Dublin<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-toggenburg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>459</div><div class='bid' style='display:none;'>5847</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>
Die grüne Insel ist eine Reise wert
Enzo Fuschini,
Eine stattliche Gruppe von 36 Personen machte sich am 8. Juni auf die Reise der Kirchgemeinde Unteres Toggenburg nach Irland. Die meisten von uns wussten wenig über dieses Land – ausser der Tatsache, dass Irland die grüne Insel genannt wird.
Diesem Titel wird Irland mehr als gerecht: Mit Ausnahme der überbauten Flächen, der Klippen und der Strände ist es einfach überall grün. Ein weiteres Merkmal von Irland sind die Weideabgrenzungen: Entweder sind sie aus Hecken, oder dann aus Steinmauern, was die Landschaft zu einem Patchwork – Tuch werden lässt.
Die Kelten (und Wikinger) haben Irland ursprünglich sehr geprägt. Eine frühe Christianisierung führt zu vielen Klöstern, deren Ruinen sowie die massiven steinernen Hochkreuze noch teilweise besichtigt werden können. Mit der Unterwerfung durch England im 16. Jh. wurden im Land dann anglikanische Kirchen erbaut. Heute sind die Irländer aber zum grossen Teil katholisch; viele ihrer Kathedralen entstanden im vorletzten Jahrhundert.
Die Landschaften in Irland sind faszinierend. Da gibt es schöne Gerstenfelder – unentbehrlich für Bier und Whisky. Dann findet man saftige Weiden für die Milchkühe, welche den Grundstoff für die berühmte irische Butter liefern. Auf etwas kargeren Wiesen meist im hügeligen Gebiet grasen dann die Mutterkühe mit ihren Kälbern oder wenn es noch karger wird die Schafe. Gar nichts mehr zu weiden gibt es in den grossen Mooren, in denen teilweise immer noch Torf für Heizzwecke gestochen wird. Speziell eindrücklich für uns Binnenländer sind natürlich die Küsten mit ihren Stränden und steilen Klippen sowie den vielen vorgelagerten Inseln.
Dass die keltischen Könige, die christlichen Bischöfe und die Landlords eine massgebende Rolle in Irland gespielt haben, sieht man an den zahlreichen Burgen und Schlössern, welche nun auch als Golfanlage zum Einsatz kommen.
Es gäbe noch viel zu erzählen, über das Wetter in Irland, die archaischen Sportarten (wer hat schon von Gaelic Football und Hurling gehört?) oder natürlich über Essen und Trinken. Während der Irish Coffee vor allem bei den Frauen Anklang fand, galt es für den männlichen Teil der Reisegruppe herauszufinden, welches Bier am besten mundet, alles natürlich in geordnetem Rahmen.
Sie sehen, wir haben die Reise sehr genossen. Der Vorbereitungsgruppe, Gaby Buscetto, Barbara Kalberer und Katharina Leser gebührt der herzlichste Dank für ihre Arbeit. Nach Sizilien und jetzt Irland, wohin wird uns die nächste Reise wohl führen?